BushPalin

Die westlichen Gesellschaften haben mit allem gerechnet, aber nicht mit diesem Angriff aus dem Inneren. Er ist geradezu unglaublich umfassend, beginnend mit den rhetorischen Vorbereitungen zum Krieg gegen den Irak, über die Klimapolitik, den Angriff auf die Verfassung, die alle geistigen und wissenschaftlichen Bereiche erfassenden Überwachungssysteme bis zur Implosion des Finanzsystems. Das riesig aufgetürmte Angstsystem der Bedrohung von außen entpuppt sich als Affektverschiebung der Angst vor dem Innersten, die Kriegserklärung an den Terrorismus hat längst Züge einer Kampfansage an das überlieferte europäische Menschenbild.

Patriot Bush: Niemals zuvor gab es eine vergleichbare Kernschmelze präsidentieller Führung
Dieser Präsident hinterlässt sämtliche Demokratien der Welt in einem zutiefst traumatisierten Zustand, und man fragt sich, welcher Person oder welchem Ereignis dies in den letzten sechzig Jahren gelungen wäre, ja, ob es überhaupt außerhalb der Demokratien jemals hätte gelingen können. Anders als China, Russland und der Bin-Ladin-Terrorismus, die allesamt von der Herrschaft Bushs profitierten, sind die Demokratien in Bush stets den „zwei Körpern des Königs“ begegnet; er war Bush, aber er war auch immer der Repräsentant der Idee von Freiheit und Demokratie. Er hat ihnen diese Pietät vor dem Bestehenden genommen. Und während er nahm, gab er etwas zurück: Misstrauen gegen andere und sich selbst, Verständnislosigkeit vor fremdem Recht und fremdem Glück, Inkompetenz als politische Variante einer Willkürpolitik.

Auszug aus:
Nehmen Sie die embryonale Stellung ein!
Frank Schirrmacher, FAZ 4. 10. 2008



Sarah Palin is the perfect exclamation point to the Bush years.

We’ve lived through nearly two terms of an administration that believed it could create its own reality:
“Deficits don’t matter.” “Brownie, you’re doing a heckuva job.” “Those weapons of mass destruction must be somewhere.”
Now comes Ms. Palin, a smiling, bubbly vice-presidential candidate who travels in an alternate language universe. For Ms. Palin, such things as context, syntax and the proximity of answers to questions have no meaning.

Auszug aus:
Palin’s Alternate Universe
Bob Herbert, New York Times online, 4. 10. 2008

04.10.2008
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© Ulrich Görlich 2006 - 2008, aktualisiert am 1. Januar 2009